07010 Die EU-Datenschutzgrundverordnung – Wesen, Ziele, Aufbau und grundlegende Empfehlungen zur Umsetzung
Die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) genießt national und international enorme Aufmerksamkeit, und das aus gutem Grund. So kommt sie mit zahlreichen Anforderungen einher, die für viele verantwortliche Stellen und Auftragsdatenverarbeiter in der EU wie auch weltweit mehr oder weniger unbekannt sein dürften.
Der Beitrag gibt einen Überblick über die (historischen) Hintergründe und die Systematik der DSGVO. Zudem werden einige wesentliche Regelungen/Neuerungen der DSGVO näher beleuchtet. von: |
1 Einführung
Kaum ein Projekt auf EU-Ebene genießt derzeit national und international so viel Aufmerksamkeit wie die EU-Datenschutzgrundverordnung (nachfolgend DSGVO) [1] . Das immense Interesse an dieser Verordnung ist nicht verwunderlich, denn wenn die Regelungen im Mai 2018 wirksam werden, warten sie mit zahlreichen Neuerungen auf, die derzeit für viele verantwortliche Stellen (Verantwortliche) und Auftragsdatenverarbeiter (Auftragsverarbeiter) in der EU, aber auch weltweit, mehr oder weniger unbekannt sind.
Der vorliegende Beitrag bildet den Anfang einer Reihe weiterer Fachbeiträge rund um die EU-Datenschutzgrundverordnung. Ihnen wird zunächst ein Überblick über die (historischen) Hintergründe und die Systematik der DSGVO gegeben. Zudem werden einige wesentliche Regelungen/Neuerungen der DSGVO beleuchtet. Einzelheiten, beispielsweise wie bestimmte Regelungen der DSGVO zu interpretieren sind, welche Konsequenzen sich aus den neuen Regelungen für die Beteiligten ergeben und ob bzw. wie sich diese von dem bisher geltenden Recht unterscheiden, werden hier jedoch nicht erörtert.
Um sich die Bedeutung der DSGVO vor Augen zu führen, ist es sinnvoll, sich kurz mit der Historie/den Hintergründen dieser DSGVO auseinanderzusetzen.